Wie Akustikmaterialien im Automobilbereich den Kabinenkomfort verbessern | NVH-Leitfaden

Schnelle Antwort

Der Geräuschpegel im Fahrzeuginnenraum erreicht die Insassen hauptsächlich über zwei Übertragungswege: Luftschall und Körperschall. Luftschall wird üblicherweise durch poröse Schallabsorber und Schalldämmsysteme reduziert. Körperschall erfordert in der Regel Dämpfung, Schwingungsisolierung, Entkopplung und strukturelle Optimierung. Faserige Akustikmaterialien aus PP/PET werden hauptsächlich zur Absorption von Luftschall und zur Reduzierung von Schallreflexionen im Innenraum eingesetzt. Sie finden häufig Anwendung in Dächern, Dachhimmeln, Türen, Spritzwänden, Fußböden, Kofferräumen, Säulen und im Innenraum. Bei Elektrofahrzeugen führt die reduzierte Motorüberdeckung dazu, dass Reifengeräusche, Windgeräusche und hochfrequente Geräusche des Elektroantriebs stärker wahrnehmbar sind, wodurch die Nachfrage nach leichten Breitband-Akustikmaterialien steigt.

Wie Akustikmaterialien im Automobilbereich den Kabinenkomfort verbessern

Für Automobilhersteller und Tier-1-Zulieferer geht es beim Kabinenkomfort nicht einfach nur um die Reduzierung des Geräuschpegels um ein paar Dezibel.

Effektive Automobil-Akustikentwicklung beginnt mit drei grundlegenden Fragen:

  • Woher kommt der Lärm?
  • Wie gelangt es in die Kabine?
  • Welches Material oder welche bauliche Lösung eignet sich am besten zur Kontrolle?

Im Bereich der NVH-Technik (Geräusch-, Vibrations- und Härteentwicklung) von Kraftfahrzeugen gelangt der Lärm im Allgemeinen über zwei Hauptwege in den Fahrgastraum:

  • Luftschall
  • Körperschall

Das Verständnis des Unterschieds zwischen diesen beiden Übertragungswegen ist unerlässlich bei der Auswahl von akustischen Absorbern, Isoliermaterialien, Dämpfungsschichten, Entkopplern und mehrschichtigen Akustiksystemen für die Automobilindustrie.

Schnelle Antwort

Akustische Materialien im Automobilbereich verbessern den Kabinenkomfort, indem sie Schall und Vibrationen durch verschiedene Mechanismen kontrollieren.

Poröse Fasermaterialien werden hauptsächlich zur Absorption von Luftschall eingesetzt.

Dämpfungsmaterialien tragen zur Reduzierung von Paneelschwingungen bei.

Barriereschichten reduzieren die Schallübertragung.

Entkopplungsmaterialien tragen dazu bei, die Schwingungsübertragung zwischen Strukturen zu begrenzen.

In realen Fahrzeuganwendungen werden diese Funktionen oft zu einem integrierten Akustikpaket kombiniert, anstatt sich auf ein einziges Material zu verlassen, um jedes NVH-Problem zu lösen.

  1. Was ist NVH im Automobilbereich?

NVH steht für:

  • Lärm
  • Vibration
  • Härte

Zusammengenommen beeinflussen diese Faktoren maßgeblich, wie Fahrer und Passagiere den Komfort und die Qualität des Fahrzeugs wahrnehmen.

Lärm

Lärm bezeichnet die Geräusche, die von den Fahrzeuginsassen wahrgenommen werden.

Typische Geräuschquellen im Automobilbereich sind:

  • Reifen- und Fahrgeräusche
  • Windgeräusche
  • Motorgeräusch
  • Elektromotorgeräusche
  • Getriebegeräusch
  • Geräusche der Klimaanlage
  • Geräusche des Kühlsystems
  • Strahlung der Karosserieteile

Unterschiedliche Frequenzbereiche erzeugen sehr unterschiedliche subjektive Eindrücke.

Niederfrequenter Lärm kann wie folgt wahrgenommen werden:

  • Boom
  • Grollen
  • monoton

Hochfrequenter Lärm kann wie folgt wahrgenommen werden:

  • jammern
  • Gezisch
  • scharfes tonales Rauschen
  • Hochfrequentes Geräusch von Elektromotoren

Aus diesem Grund kann der Gesamtschalldruckpegel allein die akustische Qualität der Kabine nicht vollständig beschreiben.

Vibration

Schwingungen entstehen durch mechanische Anregung.

Typische Quellen sind:

  • Reifen-Straßen-Interaktion
  • Federungsbewegung
  • Antriebsstranganregung
  • Elektromotoren
  • Getriebesysteme
  • Strukturelle Resonanz

Diese Schwingungen können sich ausbreiten durch:

  • Aufhängungskomponenten
  • Hilfsrahmen
  • Fahrgestell
  • Karosserieteile
  • Sitzschienen
  • Lenksysteme

Manche Vibrationen werden von den Insassen direkt wahrgenommen.

Andere regen Karosserieteile an, die dann Schall in den Fahrgastraum abstrahlen.

Härte

Rauheit bezieht sich eher auf die subjektive Wahrnehmung von Fahrzeugvibrationen und Klangqualität als auf einen einzelnen physikalischen Parameter.

Anwendungen:

  • Starke Auswirkungen beim Überfahren von Straßenunebenheiten
  • Übermäßige niederfrequente Vibrationen
  • Kabinengeräusche bei bestimmten Fahrzeuggeschwindigkeiten
  • Unangenehme strukturelle Resonanz

Ziel einer guten NVH-Technik ist es daher nicht, jedes Geräusch zu eliminieren.

Es dient der Kontrolle unerwünschter akustischer und Vibrationsenergie.

  1. Wie gelangt Lärm in den Fahrzeuginnenraum?

Aus Sicht der Getriebetechnik lassen sich die Geräusche im Fahrzeuginnenraum im Allgemeinen in zwei Hauptkategorien unterteilen:

Luftschall

und

Körperschall

Diese beiden Mechanismen erfordern unterschiedliche Kontrollstrategien.

  1. Was ist Luftschall?

Luftschall ist Schallenergie, die sich vorwiegend durch die Luft ausbreitet, bevor sie den Fahrgastraum erreicht.

Beispielsweise erzeugt die Interaktion zwischen Reifen und Fahrbahn akustische Energie im Bereich des Rades.

Ein Teil dieses Schalls breitet sich durch die Luft aus und kann durch den Fahrzeugboden, die Radkästen, die Türen oder andere Karosserieteile in das Fahrzeug eindringen.

Ähnlich erzeugen die Gebläse von Klimaanlagen Geräusche, die sich direkt durch die Luftkanäle und in die Fahrgastzelle ausbreiten.

Typische Quellen für Luftschall sind:

  • Windgeräusche
  • Reifenabstrahlungsgeräusche
  • Geräusche der Klimaanlage
  • Lüftergeräusch
  • Außenverkehrslärm
  • Geräusche von Elektromotoren
  • Geräusche aus dem Antriebsstrang

Sobald Luftschall in die Fahrgastzelle eindringt, kann er auch von Innenflächen wiederholt reflektiert werden.

Wenn die Schallabsorption im Fahrzeuginnenraum unzureichend ist, kann Schallenergie weiterhin von Bereichen wie den folgenden reflektiert werden:

  • Dach
  • Headliner
  • Türen
  • Dashboard
  • Boden
  • Stamm

Dadurch wird die von den Anwesenden wahrgenommene akustische Energie erhöht.

Deshalb werden im gesamten Fahrzeuginnenraum schallabsorbierende Materialien in großem Umfang eingesetzt.

  1. Wie absorbieren faserige Akustikmaterialien im Automobilbereich Schall?

PP/PET-Faser-Akustikmaterialien sind typische poröse Schallabsorber.

Wenn eine Schallwelle in das Fasernetzwerk eintritt, bewegen sich Luftteilchen durch eine komplexe poröse Struktur.

Während dieses Prozesses wird die akustische Energie durch Mechanismen wie die folgenden reduziert:

  • Reibung zwischen Luft und Fasern
  • Viskose Verluste
  • Wärmeaustausch
  • Energieverlust durch Luftströmung durch das poröse Netzwerk

Ein kleiner Teil der akustischen Energie wird letztendlich in Wärme umgewandelt.

Dadurch wird weniger Schallenergie in die Kabine zurückreflektiert.

Dies ist das Grundprinzip, das faserbasierte Akustikabsorber für Automobile zugrunde liegt.

  1. Warum reicht Dicke allein nicht aus?

Eine gängige Annahme ist, dass dickeres Akustikmaterial immer eine bessere Leistung erbringt.

Tatsächlich hängt die Schallabsorption im Automobilbereich von vielen Parametern ab, darunter:

  • Materialstärke
  • Basisgewicht
  • Signaldichte
  • Faserdurchmesser
  • Faserstruktur
  • Porosität
  • Luftstromwiderstand
  • Kompressionsrate
  • Installationsbedingung
  • Zielfrequenzbereich

Einer der wichtigsten Parameter ist der Luftwiderstand.

Ist ein Material zu durchlässig, kann der Schall zwar leicht hindurchdringen, die Wechselwirkung zwischen der bewegten Luft und dem Fasernetzwerk ist jedoch möglicherweise unzureichend.

Ist ein Material zu dicht, kann zu viel Schall an der Oberfläche reflektiert werden, anstatt in die poröse Struktur einzudringen.

Hochleistungsfähige Akustikmaterialien erfordern daher ein angemessenes Gleichgewicht zwischen:

Porosität, Faserstruktur und Luftwiderstand.

  1. Was ist körpergebundener Lärm?

Körperschall entsteht durch mechanische Schwingungen, die sich über die Fahrzeugstruktur ausbreiten.

Ein typisches Beispiel ist:

Straßenaufregung

Reifenvibrationen

Aufhängung

Unterrahmen

Fahrzeugaufbau

Karosserieschwingungen

Schallabstrahlung in die Kabine

Der letzte Ton ist möglicherweise noch durch die Luft hörbar, der ursprüngliche Übertragungsweg war jedoch baulicher Natur.

Das ist der entscheidende Unterschied zwischen Körperschall und Luftschall.

  1. Warum kann Akustikfaser nicht alle körpereigenen Geräusche beseitigen?

Dies ist eine der wichtigsten Unterscheidungen in der Automobil-Akustik.

Poröse Akustikfasern sind hauptsächlich dazu konzipiert, Luftschallenergie zu absorbieren.

Wenn das Hauptproblem starke Vibrationen einer Türverkleidung, einer Bodenplatte, des Steuerhauses oder eines anderen Bauteils sind, reicht das Hinzufügen weiterer Akustikfasern allein nicht aus, um die Ursache zu beseitigen.

Körperschall erfordert typischerweise eine Kombination mehrerer Kontrollmethoden.

Dämpfungsmaterialien

Dämpfungsschichten werden eingesetzt, um die Schwingungsamplitude in Metall- oder Verbundplatten zu reduzieren.

Typische Anwendungsgebiete sind:

  • Türaußenverkleidungen
  • Bodenplatten
  • Radhausbereiche
  • Kofferraumverkleidungen
  • Karosserieblech

Entkopplungsmaterialien

Entkopplungsschichten tragen dazu bei, die mechanische Kopplung zwischen Strukturen zu reduzieren.

Sie sind auch wichtig in mehrschichtigen Akustiksystemen, bei denen eine nachgiebige Schicht zwischen einer Barriere und der Fahrzeugkarosserie erforderlich ist.

Barrierematerialien

Barriereschichten werden eingesetzt, um die Schallübertragung zu reduzieren.

Sie setzen typischerweise auf eine höhere Oberflächenmasse oder einen mehrschichtigen Aufbau, um die Übertragungsverluste zu verbessern.

Absorbierende Materialien

Absorptionsschichten reduzieren die Schallenergie in der Luft, sobald diese die Fahrgastzelle oder das Akustikpaket erreicht.

In der praktischen Fahrzeugkonstruktion werden diese Funktionen oft kombiniert wie folgt:

Dämpfung + Entkopplung + Barriere + Absorption

  1. Luftschall und baulicher Lärm treten häufig gemeinsam auf.

Bei realen NVH-Problemen in Fahrzeugen sind die Mechanismen der Luft- und Strukturschallübertragung nicht völlig unabhängig.

Beispielsweise:

Die Anregung durch die Straße erzeugt zunächst mechanische Schwingungen.

Diese Vibrationen übertragen sich auf die Aufhängung und die Karosseriestruktur.

Das Karosserieteil wird dann erregt.

Das vibrierende Paneel strahlt Schall in die Kabinenluft ab.

Der vollständige Pfad könnte daher lauten:

Straßenaufregung

Körperbedingte Schwingungen

Karosserieschwingungen

Luftschallstrahlung

Passagierwahrnehmung

Aus diesem Grund fragen sich die NVH-Ingenieure der OEMs nicht einfach nur, ob ein Problem durch die Luft oder durch die Struktur verursacht wird.

Sie müssen Folgendes verstehen:

  • Welche Quelle ist dominant?
  • Welcher Übertragungsweg trägt am meisten bei?
  • Welcher Frequenzbereich benötigt Verbesserungen?
  1. Unterschiedliche Frequenzbereiche erfordern unterschiedliche NVH-Strategien.

Kein einzelnes Material kann jedes Lärmproblem über das gesamte Frequenzspektrum hinweg effektiv lösen.

Unterschiedliche Frequenzbereiche erfordern typischerweise unterschiedliche technische Strategien.

Niederfrequenz

Niederfrequente Probleme hängen oft mit Folgendem zusammen:

  • Körpermodi
  • Strukturschwingung
  • Resonanz der Paneele
  • Anregung der Aufhängung
  • Antriebsstranganregung

Schwere Probleme im Tieftonbereich lassen sich in der Regel nicht allein durch leichte, poröse Absorber lösen.

Typische Lösungen können beispielsweise Folgendes umfassen:

  • Strukturoptimierung
  • Dämpfung
  • Schwingungsisolierung
  • Montageoptimierung
  • Optimierung der Karosseriesteifigkeit

Mittlere Frequenz

Mittelfrequentes Rauschen erfordert oft eine Kombination aus:

  • Dämpfung
  • Die Entkoppelung
  • Barriereleistung
  • Schallabsorption

Mittlere bis hohe Frequenzen

Faserige poröse Absorber sind besonders im mittleren bis hohen Frequenzbereich nützlich.

Ihre akustischen Eigenschaften lassen sich durch folgende Anpassungen optimieren:

  • Materialstärke
  • Basisgewicht
  • Faserstruktur
  • Luftstromwiderstand

Aus diesem Grund sollten Akustikmaterialien für Automobile nicht anhand eines einzigen Absorptionswertes bewertet werden.

Die vollständige Absorptionskurve über den relevanten Frequenzbereich ist weitaus aussagekräftiger.

  1. Warum verändern Elektrofahrzeuge die Anforderungen an Akustikmaterialien?

Elektrofahrzeuge vereinfachen die NVH-Entwicklung nicht.

Sie verändern das Rauschspektrum.

Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor erzeugt der Motorenlärm ein relativ starkes Hintergrundgeräusch, das andere Geräuschquellen überdecken kann.

Bei Elektrofahrzeugen ist dieser Maskierungseffekt reduziert.

Infolgedessen können zuvor weniger wahrnehmbare Geräusche deutlicher hervortreten, darunter:

  • Reifengeräusch
  • Straßenlärm
  • Windgeräusche
  • Pfeifen des Elektromotors
  • Getriebegeräusch
  • Tonrauschen des Wechselrichters
  • Geräusche der Klimaanlage
  • Geräusche des Kühlsystems

Beim Akustikdesign von Elektrofahrzeugen wird daher besonderer Wert gelegt auf:

  • Breitbandige Schallabsorption
  • Geräuschunterdrückung im mittleren bis hohen Frequenzbereich
  • Leichtbau
  • Materialintegration
  • Lokale akustische Optimierung
  1. Warum gewinnen leichte Akustikmaterialien immer mehr an Bedeutung?

Durch die Zugabe von mehr NVH-Material kann die akustische Leistung verbessert werden.

Allerdings erhöht zusätzliches Material auch die Fahrzeugmasse.

Dies kann sich direkt auswirken auf:

  • Fahrzeuggewicht
  • Energieverbrauch
  • Reichweite von Elektrofahrzeugen
  • Herstellungskosten
  • Montagekomplexität

Aus diesem Grund besteht das Ziel nicht einfach darin, mehr Material hinzuzufügen.

Ziel ist es, die geforderte akustische Leistung bei geringerem Gewicht und kleinerem Platzbedarf zu erreichen.

Dies ist einer der Hauptvorteile von faserigen Akustikmaterialien für Automobile.

Durch Anpassung:

  • Faserzusammensetzung
  • Basisgewicht
  • Materialstärke
  • Signaldichte
  • Schichtstruktur

Das Material kann für verschiedene Einsatzorte und Fahrzeugplattformen optimiert werden.

  1. Wo werden Akustikmaterialien im Automobilbereich eingesetzt?

Unterschiedliche Fahrzeugzonen haben unterschiedliche akustische Anforderungen.

Dach und Dachhimmel

Typische Bedenken sind:

  • Windgeräusche
  • Kabinenhall
  • Regengeräusch
  • Breitbandige Schallabsorption

Ein geringes Gewicht ist in diesem Bereich besonders wichtig.

Türen

Türsysteme können beeinträchtigt werden durch:

  • Außenluftschall
  • Türverkleidungsvibrationen
  • Hohlraumresonanz
  • Sprecherinteraktion

Aus diesem Grund benötigen Türschallsysteme häufig sowohl Absorptions- als auch Strukturschwingungsdämpfung.

Firewall- und Dashboard-Bereich

Dies ist eine der wichtigsten NVH-Kontrollzonen.

Typische Lärmquellen sind:

  • Antriebsgeräusche
  • Straßenlärm
  • Geräusche der Klimaanlage
  • Strukturelle Strahlung

Hier werden üblicherweise mehrschichtige Akustiksysteme anstelle eines einzelnen Absorbers verwendet.

Boden

Typische Bedenken sind:

  • Reifen-Fahrbahn-Anregung
  • Federungsgeräusch
  • Unterbodengeräusche
  • Strukturschwingung

Gängige akustische Fußbodensysteme können Folgendes umfassen:

Absorber + Entkoppler + Barriere

mit lokaler Dämpfung, wo dies erforderlich ist.

Radlauf

Der Radbereich ist eine der wichtigsten Geräuschquellen im Fahrzeug.

Die hier verwendeten Akustikmaterialien müssen möglicherweise folgende Anforderungen erfüllen:

  • Reifengeräusch
  • Straßenaufregung
  • Steinschlag
  • Wassereinwirkung
  • Kontamination

Daher muss bei der Materialauswahl auch Folgendes berücksichtigt werden:

  • Feuchtigkeitsbeständigkeit
  • Langlebigkeit
  • Kontaminationsresistenz

Stamm

Die Anregung durch Hinterräder und Heckpartie kann erhebliche akustische Energie in den Kofferraum einbringen.

Absorptionsmaterialien können die Reflexion an Hohlräumen verringern und dazu beitragen, die weitere Schallausbreitung in Richtung Fahrgastraum einzuschränken.

Säulen und Körperhöhlen

Fahrzeughohlräume können als akustische Übertragungswege dienen.

Richtige Verwendung von:

  • Akustikabsorber
  • Hohlraumfüller
  • Dichtungssysteme

kann die Schallübertragung durch diese Bereiche verringern.

  1. Welche Materialparameter sollten OEM-Ingenieure bewerten?

Automobil-Akustikmaterialien sollten nicht allein danach beurteilt werden, ob sie „gut Schall absorbieren“.

Eine umfassendere Bewertung sollte die folgenden Parameter berücksichtigen.

Akustische Leistung

  • Schallabsorptionskoeffizient
  • Frequenzabhängige Absorptionskurve
  • Luftstromwiderstand
  • Luftströmungswiderstand

Physikalische Eigenschaften

  • Materialstärke
  • Basisgewicht
  • Signaldichte
  • Komprimierungswiederherstellung
  • Dimensionsstabilität

Environmental Performance

  • Hitzebeständigkeit
  • Feuchtigkeitsbeständigkeit
  • Alterungsbeständigkeit

Automobilanforderungen

  • Entzündbarkeit
  • VOC-Leistung
  • Geruch
  • Beschlagen
  • Materialverträglichkeit

Verarbeitungsleistung

  • Stanzen
  • Thermoformen
  • Laminierung
  • Selbstklebender Träger
  • Aluminiumfolienlaminierung
  • Umwandlung komplexer Formen

Sustainability

  • Leichtbau
  • Recyclingfähigkeit
  • Materialvereinfachung
  • Recycelter Inhalt
  1. Warum sind die Installationsbedingungen genauso wichtig wie die Materialdaten?

Das gleiche Akustikmaterial kann sich unter verschiedenen Einbaubedingungen sehr unterschiedlich verhalten.

Wichtige Faktoren sind:

  • Luftspalt
  • Kompression
  • Rückseite
  • Installationsbereich
  • Geometrie
  • Randleckage
  • Angrenzende Materialien
  • Mehrschichtkonstruktion

Beispielsweise kann sich ein Material mit einer Dicke von 20 mm im freien Zustand ganz anders verhalten, wenn es nach der Installation auf 8 mm komprimiert wird.

Die Kompression kann sich ändern:

  • Porosität
  • Luftstromwiderstand
  • Effektive Dicke
  • Akustische Leistung

Deshalb sollten Automobil-Akustikmaterialien nicht nur anhand von Labordatenblättern beurteilt werden.

Der endgültige Installationszustand muss ebenfalls berücksichtigt werden.

  1. Transulate™ Automobil-Akustikmaterialien

Transulate ™ ist eine PP/PET-Bikomponenten-Faserwerkstoffserie, die von SINOYQX für Anwendungen im Bereich Automobilakustik und Wärmemanagement entwickelt wurde.

Das Material ist für Anwendungen wie die folgenden konzipiert:

  • Automobil-Schallabsorption
  • Wärmedämmung
  • Leichte Akustikpakete

Typische Anwendungsgebiete sind:

  • Dach
  • Headliner
  • Von
  • Dashboard
  • Firewall
  • Boden
  • Stamm
  • Säule
  • Innenverkleidung

Je nach Projekt können wichtige Materialparameter individuell angepasst werden, darunter:

  • Basisgewicht
  • Materialstärke
  • Signaldichte
  • Faserstruktur
  • Laminierungsstruktur
  1. So wählen Sie die Transulate™-Serie aus

Transulate ™ LT-Serie

Typisches Flächengewicht:

100–200 g/m²

Typische Dicke:

10 – 20 mm

Geeignet für leichte Anwendungen wie zum Beispiel:

  • Dach
  • Headliner
  • Von
  • Säule
  • Innenverkleidung

Der Fokus liegt auf dem geringen Gewicht.

Transulate ™ AP-Serie

Typisches Flächengewicht:

300–500 g/m²

Typische Dicke:

20 – 30 mm

Geeignet für:

  • Firewall
  • Von
  • Boden
  • Stamm
  • Allgemeine Akustikpakete

Transulate™ HP-Serie

Typisches Flächengewicht:

600–900 g/m²

Typische Dicke:

30 – 50 mm

Geeignet für Anwendungen, die eine höhere Schallabsorption erfordern und bei denen mehr Installationsraum zur Verfügung steht.

  1. Welche zusätzlichen Verarbeitungsoptionen stehen zur Verfügung?

Je nach OEM- und Tier-1-Projektanforderungen kann Transulate™ wie folgt geliefert oder konvertiert werden:

  • Rolls
  • Download
  • Stanzteile
  • Selbstklebende Teile
  • Aluminiumfolienlaminierte Produkte
  • Vliesstoffbeschichtete Produkte
  • Mehrschichtverbundwerkstoffe
  • Individuelle Dicke
  • Kundenspezifisches Flächengewicht

Die endgültige Akustikstruktur sollte nach folgenden Kriterien ausgewählt werden:

Zielfrequenz + Installationsort + Verfügbarer Platz + Zielgewicht

  1. Die Automobil-Akustikentwicklung verlagert sich von der Materialauswahl hin zum Systemdesign.

Bei der zukünftigen Entwicklung von NVH-Systemen im Automobilbereich geht es nicht einfach darum, den Absorber mit dem höchsten Schallabsorptionskoeffizienten zu identifizieren.

Die wichtigeren Fragen sind:

  • Welche Geräuschquelle ist dominant?
  • Welcher Übertragungsweg ist am wichtigsten?
  • Welcher Frequenzbereich benötigt Verbesserungen?
  • Welches Material eignet sich am besten für diesen Standort?
  • Wie kann die angestrebte Leistung mit weniger Gewicht erreicht werden?

Ein effektiverer Entwicklungsprozess ist:

Identifizieren Sie die Geräuschquelle

Analysieren Sie den Transferpfad

Zielfrequenz definieren

Wählen Sie die Kontrollstrategie aus

Passen Sie das Material an

Validierung auf Komponentenebene

Validierung auf Fahrzeugebene

So lässt sich die Materialleistung in echten Kabinenkomfort umwandeln.

Fazit

Der Komfort im Fahrzeuginnenraum wird nicht von einem einzigen Material bestimmt.

Luftschall wird hauptsächlich durch Folgendes reduziert:

Schallabsorption und Schalldämmung.

Körperschall erfordert im Allgemeinen:

Dämpfung, Schwingungsisolierung, Entkopplung und Strukturoptimierung.

Faserige Akustikmaterialien im Automobilbereich spielen eine wichtige Rolle bei der Reduzierung der Luftschallenergie, der Begrenzung von Kabinenreflexionen und der Verbesserung der akustischen Leistung im mittleren bis hohen Frequenzbereich.

Dies gewinnt bei Elektrofahrzeugen noch an Bedeutung, da durch die reduzierte Motorüberdeckung Reifengeräusche, Windgeräusche und die vom Elektroantrieb erzeugten Klanggeräusche stärker wahrnehmbar werden.

Gleichzeitig arbeiten die Fahrzeughersteller weiterhin an der Gewichtsreduzierung.

Aus diesem Grund geht es bei der nächsten Generation automobiler Akustiksysteme nicht darum, mehr Material hinzuzufügen.

Es geht um:

Das richtige Material am richtigen Ort für den richtigen Frequenzbereich verwenden.

Transulate™ Automobil-Akustikmaterialien können gemäß den Anforderungen von OEMs und Tier-1-Zulieferern individuell angepasst werden, einschließlich Anwendungsort, Zielfrequenz, Dicke, Flächengewicht, Laminierungsstruktur und Jahresbedarf.

Häufig gestellte Fragen

Worin besteht der Unterschied zwischen Luftschall und Körperschall in einem Fahrzeug?

Luftschall breitet sich hauptsächlich über die Luft aus, wie beispielsweise Windgeräusche, Geräusche der Klimaanlage und einige Reifengeräusche.

Körperschall entsteht als mechanische Schwingung, die über die Aufhängung, die Karosserie oder andere Bauteile übertragen wird, bevor sie als Schall abgestrahlt wird.

Kann Akustikfaser im Automobilbereich Körperschall direkt reduzieren?

Nicht vollständig.

Poröse Fasermaterialien absorbieren vorwiegend Luftschall.

Wenn das Hauptproblem in der Vibration von Strukturplatten besteht, sind in der Regel zusätzliche Dämpfung, Isolierung, Entkopplung oder Strukturoptimierung erforderlich.

Was sind die wichtigsten Parameter für Schalldämpfer im Automobilbereich?

Wichtige Parameter sind Dicke, Flächengewicht, Faserstruktur, Luftwiderstand, Absorptionsleistung über den Frequenzbereich, Kompressionszustand, Einbauspalt und Zielfrequenzbereich.

Warum sind leichte Akustikmaterialien für Elektrofahrzeuge wichtig?

Bei Elektrofahrzeugen gibt es weniger Motorengeräusche, die das Motorengeräusch überdecken, daher werden Reifengeräusche, Windgeräusche, Elektromotorgeräusche und andere hochfrequente Geräusche deutlicher wahrnehmbar.

Gleichzeitig trägt eine geringere Fahrzeugmasse zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Reichweite bei.

Wo können Transulate™-Akustikmaterialien für die Automobilindustrie eingesetzt werden?

Typische Anwendungsbereiche sind Dach, Dachhimmel, Türen, Spritzwand, Armaturenbrett, Boden, Kofferraum, Säulen und Innenausstattung.

Die endgültige Materialspezifikation sollte entsprechend dem Installationsraum, der Zielfrequenz, dem Flächengewicht und den Dickenanforderungen ausgewählt werden.